50cent
Es ist das gleiche, von der Straße stammende Vertrauen, dass einst das HipHop-Dreamteam – Eminem und Dr. Dre – dazu brachte, den aus Jamaica, Queens stammenden Crackdealer und MC bei Shady/Aftermath unter Vertrag zu nehmen. Es ist die gleiche Gangart, die 50 von einem untergründigen Mixtape-Helden zum Chartstürmer mit seinem Major-Label-Debüt Get Rich or Die Tryin’ werden ließ, einem klanglichen Meilenstein, von dem inzwischen mehr als 10 Millionen Exemplare über den Tresen gegangen sind. Und es ist der gleiche, fauststarke Ehrgeiz, mit dem der Straßen-Geschäftsmann der G-Unit-Clique zu Platinehren verhalf, womit auch sein eigenes G-Unit-Label zu einem der größten Player im Musicbiz wurde.
Mit seinem dieser Tage anstehenden Release von The Massacre – sicher eines der mit am meisten Spannung erwarteten Alben des Jahres 2005 – will 50 Cent seine Erfolgsgeschichte im HipHop-Game fortsetzen. Für den bürgerlich als Curtis Jackson registrierten Rapper bedeutet das, die Konkurrenz zu zerschmettern: „Die Leute um mich herum werden aufpassen müssen,“ lacht der für seine Beef-Aktivitäten bekannte 50. „Als ich mich mit The Massacre auseinander gesetzt habe, driftete ich immer weiter in meine eigene Vergangenheit, in die Zeit, die ich auf der Straße verlebt habe. Ich will, dass sich meine Konkurrenten verziehen. Und ich denke, dass alles, was nicht so krass wie mein Get Rich-Album ist, eine Enttäuschung wäre. Ich hatte zwei Jahre Zeit, um zu wachsen, und jetzt fühle ich mich einfach viel besser als vorher. Das steckt auch im Albumtitel: Ich will, dass mir verdammt noch mal alle Rapper aus dem Weg gehen.“ 
